Mittwoch, 23. Mai 2012

Mobilität anno 2046


Die Straßenbahn hat Schneckenpost-Status, der Individualverkehr steuert auf den Kollaps zu und das Auto avanciert allenfalls zum Luxusobjekt, wenn es darum geht, die Verkehrsmassen der Zukunft zu handhaben und die Städte vorm Verkehrsinfarkt zu bewahren. Die neue Massentransportmittel-Vision der Zukunft gilt der futuristisch anmutenden Kugelkabine. Geführt in „Murmelbahnen“, die sich wie Spinnennetze kreuz und quer durch die Städte spannen, sausen die kugeligen Gebilde durch den Raum. Das ist das Zukunftsszenario des Düsseldorfer Designers Oliver May, der mit seiner Idee ’Shanghai Sphere 2046’ zum wiederholten Mal den Michelin Challenge Design Award in Detroit gewann.
[Dr/hh]

Mittwoch, 2. Mai 2012

Glamping - Trend

Natur erleben steht ganz hoch im Kurs, berichtet der „Zukunftsletter“ in seiner Ausgabe 4-2012. Der deutsche Alpenverein habe so viele Mitglieder wie noch nie, auch das Campen sei nach wie vor beliebt. Doch, die absolute Naturverbundenheit ist ein „Must“, ohne dass dabei auf Komfort verzichtet werden muss. „glamping“ ist deshalb die neue Wortschöpfung, die aus den beiden Begriffen „glamorous“ und „camping“, also „Campen mit Pomp“ hervorgeht. – Zur Nachahmung empfohlen!
[Zl/hh]

Mittwoch, 25. April 2012

Garten Eden


Der neue Trend heißt „Garten“, prognostizieren Trendgurus. Nach dem „Kochen“ erfüllt der Garten die Sehnsucht der Menschen nach dem Paradiesischen und einem Moment des Glücks. Tatsächlich lässt sich dies an vielen Erscheinungen belegen.

  • Rückkehr der Gärten in die Stadt: Trendbewusste Großstädter entdeckten den Schrebergarten. Die Garten-Gemeinschaft boomt in der Generation der 20- bis 30-jährigen. Was bislang die WG war, wird jetzt zur GG – zum Zwecke der Selbstversorgung und zum Chillen.
  • Dachgärten sind das neue Steckenpferd der Großstädter.
  • „Urban Farming“ ist en vogue. In Berlin wurde der „Prinzessinnengarten“ aus der Taufe gehoben, eine Brachfläche in Berlin-Kreuzberg verwandelte sich zu einem sozialen und ökologischen Nutzgarten (www.youtube.com „Prinzessinnengarten“).
  • „Guerilla Gardening“ ist zur Zeit der urbane „hype“. Selbst kleine Brachflächen werden mit bunten Blumensamenmischungen von jedermann in blühende Landschaften verwandelt.
  • Architekten punkten mit neuen Ideen zu „Fassaden im grünen Pelz“: Patrick Blanc begrünte bislang schon unzählige Fassaden mit einer „mur végétale“, Hochhäuser wie der Commerzbank-Tower von Norman Forster wurden mit riesigen Themengärten bestückt.
  • Eine Ausstellung im Wiener Architekturmuseum zeigt unter dem Titel “Hand on urbanism” selbstorganisierte, kollektive und informelle Grünräume in Metropolen wie Hong Kong, New York, Amsterdam usw. (www.mobilegardeners.org).
  • Hacken und Pflanzkellen, Apfelpflücker und Gießkanne verkaufen sich zu sündhaft teuren Preisen in Design-Ausführung mit Retro-Charme.
  • Garten-Magazine erreichen Auflagenhöhen, von denen andere nur träumen.
  • Bücher erforschen die Zusammenhänge von Garten und Pflanze in der Kunst und in der Architektur.

Kurz&gut: Gärtnern und die Beschäftigung mit der Pflanze mutieren von der angestaubten zur coolen Betätigung. Da passen sich Blumenläden als perfekt gestaltete, grüne Lifestyle-Erlebnisse hervorragend ein! Diese Chance muss genutzt werden!

[Quelle: Lifestylepark/hh]

Donnerstag, 12. April 2012

Window People

Menschen im Schaufenster? Ein Problem der Persönlichkeits- oder auch der Fotorechte. Maria Dahl Jørgensen, Redakteurin der dänischen Einrichtungs-Zeitschrift „Retail+“, präsentiert ein tolles Beispiel von einem dänischen Wollgeschäft. Um die selbstgestrickten Produkte zu präsentieren, werden Schwarzweiß-Fotos von Menschen aus dem privaten
Umfeld (Vorsicht: deren Einwilligung unbedingt schriftlich bestätigen lassen!) im Copyshop auf Überlebensgröße kopiert, auf Pappe geklebt, grob ausgeschnitten und mit dem selbst gestrickten Schal versehen. Schon erhalten die ausgestellten Exponate im Schaufenster einen realistischen, lebendigen Bezug! Eine tolle Idee, die auch Floristen mal ausprobieren können!
[hh/Foto aus Messemagazin „formland“]

Mittwoch, 14. März 2012

design-Zitat

Wovon lassen Sie sich beim Designprozess leiten, wurde Giulio Cappellini, berühmter Designer u.a. für das Haus Vitra, gefragt:

"Niemals von Marketing-Aspekten. Was daraus entstünde, würde es schon geben."

[hh/Quelle: Das Magazin der kreativen Einrichter]

Mittwoch, 7. März 2012

Werbung ist, wenn's auffällt


Das gilt für diesen Stuhl der Firma Fermob. Das Fotoshooting fand an einem der belebtesten Plätze der Welt, am New Yorker Times Square, statt. Manchmal muss man Ungewöhnliches wagen, um aufzufallen. Der Klappstuhl „Bistro“ aus Eisen hat jedenfalls jede Menge Großstadtluft geschnuppert!
[hh/Foto: JM Effantin MD]

Dienstag, 6. März 2012

Contra grau, rational und rechtwinklig


 Die Zukunft ist bunt, geschwungen und sinnlich. So jedenfalls die Berliner Sauerbruch Hutton Architekten, die mit ihrem neuen architektonischen Highlight in Köln die Fragen „Wie werden wir morgen arbeiten? Wie sehen Büros aus, die repräsentativ, effizient und motivierend zugleich sind?“ anschaulich beantworten. Ihrem „Cologne Oval Offices“ (COO) in Köln am Gustav-Heinemann-Ufer verliehen sie eine Fülle an Klappläden, deren Grün- und Rottöne dem Farbenspektrum des Frühlings und des Herbstes nachempfunden sind – den Zeiten des jahreszeitlichen Umbruchs. Ein extrem nachhaltig wirtschaftendes Energiekonzept ermöglicht, an jedem Arbeitsplatz ein individuelles Klima einzustellen sowie Wärme, Sonneneinstrahlung,
Frischluftzufuhr und Farbgebung. Eine sinnliche Antwort in Zeiten knapper Ressourcen und wirtschaftlichen Schaffens!
[hh]